Mystic Warriors

Was wäre wenn: Der BlutClan über die alten Clans gesiegt hätte? Sich die Clans an einem entfernten Ort neu gebildet hätten? Die Katzen von ihren Ahnen besondere Kräfte verliehen bekommen hätten? DU eine von ihnen wärst?
 
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 Neuanfang - goldene Prophezeiung

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Lionheart

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   So März 31, 2013 11:54 am

Jetzt mach dich doch nicht schlecht xD
Kein problem ist echt richtig gut und schreib ja weiter! (:

Basti
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 3:03 am

Echt klasse, ich muss Basti zustimmen und da kann man sehen, das ihr ein echt gutes Team seit ^^
Please the next ^^

Bee
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 3:06 am

18. Kapitel

„Sie sind hinter den Bergen, Richtung Süden. Der SchneeClan bevölkert einen Teil des Gebirges, der RegenClan wohnt hinter dem großen Wasserfall am Fuße der Berge, der SturmClan lebt im Hochland und der SonnenClan bewohnt den Wald. In der Mitte, zwischen all diesen Territorien befindet sich die Baumkuhle, wo sich die Clans jeden Vollmond zu Versammlungen treffen.“, antwortete ich, ohne mit der Wimper zu zucken. „Aber das wusstest du natürlich“, fügte ich hinzu.

Sofern es Lilie möglich war, Überraschung zu zeigen, so tat sie dies jetzt. Die Kälte in ihren Augen verschwand für die Dauer eines Wimpernschlages und machte etwas Anderem Platz – war es Angst? Ein winziges Detail in ihrem Plan, das sie nicht vorhergesehen hatte? „Ich weiß nicht, was du meinst, Eis.“

„Aber sicher tust du das. Du wusstest selbstverständlich, wo die Clans sind, denn du hast Glas geschickt, um die Heiler zu töten.“ Nun war ich mir sicher, Schock in ihren Augen lesen zu können. Damit hatte sie nicht gerechnet. Ich bemühte mich, keinerlei Gefühlsregung zu zeigen, doch innerlich triumphierte ich. „Du wolltest meine Loyalität testen. Warum, Lilie? Habe ich dir jemals Grund gegeben, an mir zu zweifeln? Habe ich nicht immer deine Befehle befolgt? Habe ich nicht immer zu dir gehalten in den drei Monden, in denen ich jetzt schon bei euch bin?“

„Ich scheine… dich unterschätzt zu haben, Eis. Es stimmt, ich wusste natürlich, wo die Clans sind. Ich wollte testen, ob du wirklich so treu zu uns stehst, wie du behauptest. Und ich habe auch Glas geschickt, um eure wertvollen Heiler zu töten. Die Clans sind verängstigt ohne ihre Medizinkatzen, sie verlieren die Verbindung zu ihrem heiligen SternenClan. Das ist es, was sie schwach macht. Das war auch der Fehler, den mein Großvater Geißel begangen hat. Er sah die Schwäche der Clans in ihrem Glauben; ich sehe die wahre Schwäche der Clans und die liegt in dem Verlust ihres Glaubens.“ Sie schien sich ihrer Sache sehr sicher zu sein, wie immer. Arrogante Katze. „Ich glaube, du irrst dich, Lilie.“

Die Augen der silbernen Kätzin verengten sich zu bedrohlichen Schlitzen. „So? Glaubst du?“ Lilie sah es nicht gerne, wenn man ihr widersprach. Ich jedoch ließ mich von ihrem Gebaren nur selten beeindrucken. Ich nickte. „Die Clans halten auch durch ihre Anführer Kontakt zum SternenClan. Sie sind nicht völlig von ihrem Ahnen abgeschottet, nur weil du ihnen die Heiler nimmst. Und außerdem“, ich machte eine kleine Pause, „außerdem werden sie auf Rache sinnen, weil du ihnen das Wertvollste geraubt hast, das sie hatten. Die Katzen, denen sie immer blind vertrauen konnten, die sie immer beschützt haben, die sie stark gemacht haben.“

Lilie schien verwirrt. Dieser Ausdruck passte rein gar nicht zu dem sonst so kalten und intelligenten Gesicht der schönen Kätzin. „Sicherlich sind es doch ihre Krieger, die sie stark gemacht haben und die sie immer beschützt haben?“

„So mag es scheinen. Doch hier geht es um etwas Tiefgründigeres. Es ist nicht immer Mut im Kampf und die Fähigkeit, zu töten, die einen Clan stark macht. Das sind Äußerlichkeiten, Dinge, um die sich die Krieger kümmern. Doch die wahre Stärke eines Clans kommt von innen, von den Heilern, von den weisesten Katzen, von denen, die immer da sind, wenn sie gebraucht werden, von denen, die für jedes Leiden eine Lösung kennen. Die Clans achten sie fast mehr, als die Anführer. Und deshalb könnte es ein Fehler gewesen sein, sie zu töten. Wie gesagt, die Clans werden auf Rache sinnen, und ich bin mir nicht sicher, ob der BlutClan stark genug ist, um diesem Sturm der Wut standzuhalten.“







„Alle Katzen, die alt genug sind, ihre eigene Beute zu erlegen, mögen sich unter der Sterneneiche zu einem Clantreffen einfinden.“ Strahlensterns Stimme hallte majestätisch über die Lichtung. Von ihrem Platz neben ihm konnte Blumenfeder die Katzen ihres Clans sehen, wie sie aus ihren Bauen krochen und sich zur Versammlung niederließen. Es tat weh, ihren geliebten Clan so zu sehen. Die Katzen wirkten verängstigt und gehetzt, so als ob jede Sekunde Feuer vom Himmel regnen könnte. Jeglicher Kampfgeist schien mit Sternenlicht, ihrer Heilerin, gestorben zu sein.

„Ich habe euch zusammengerufen, um unser weiteres Vorgehen zu besprechen.“ Strahlensterns Stimme war voll und klar, wie immer. Doch heute fehlte das übliche ehrfurchtsvolle Schweigen, das sonst immer herrschte, wenn der Anführer etwas zu sagen hatte. Heute wurde ängstliches Gemurmel und Getuschel breit. „Können wir denn überhaupt etwas tun, Strahlenstern?“, ertönte Rubinfalkes gemessene Stimme aus der Menge. Es schwang ein wenig Angst darin mit, und ganz sicher Unsicherheit. „Genau! Was sollen wir schon tun können? Was auch immer unsere Heiler getötet hat, es wird auch uns töten, einen nach dem anderen, dann, wenn wir es am wenigsten erwarten! Es wird sich jeden schnappen, bis alle Clans ausgerottet sind….“ Wüstenwinds schrille Stimme schwebte voller Panik über die versammelten Katzen. Zustimmendes Murmeln erhob sich.

„Das reicht!“ Strahlensterns Stimme klang gebieterisch. „Wo ist euer Mut, euer Kampfgeist geblieben? Ihr seid Krieger des SonnenClans! Ihr könnt nicht einfach so aufgeben! Wir werden diese Kreatur finden und ausrotten, für das Wohl unserer Jungen und das Wohl aller Clans. Ich bitte euch, meine Freunde, hört zu, was Blumenfeder und Ampferschweif zu sagen haben.“ Das panische Murmeln veränderte sich. Verwirrung, aber auch Interesse schwang darin mit. Die Katzen wurden ruhiger und spitzten die Ohren, als Blumenfeder und Ampferschweif nach vorne traten. Die alte Katze sprach zuerst.

„Wir wissen, was unsere Heiler getötet hat.“ Ein Keuchen ging durch die Menge, doch Ampferschweif hob den Schwanz und die Katzen verstummten respektvoll. „Wir können – fast – alles erklären. Zuerst, und das ist das Wichtigste: es war keinesfalls etwas Übernatürliches, das unsere Heiler getötet hat. Es war…der BlutClan.“ Nun waren Blumenfeders Clanmitglieder wahrhaftig außer sich. Einige schrien auf, andere legten die Ohren an, sträubten das Fell, bleckten die Zähne und knurrten, und wieder andere… lachten. Ungläubig starrte Blumenfeder Brombeerschweif an, der angefangen hatte, hysterisch zu lachen. „Brombeerschweif? Gibt es ein Problem?“, fragte Strahlenstern scharf. Der dunkelrote Kater schien sich ein wenig zu beruhigen. „Nein, Strahlenstern, es ist nur… das ist praktisch unmöglich!“ „Ach ja?“, mischte Blumenfeder sich ein. „Und warum?“

„Weil der BlutClan im alten Wald lebt, das weiß doch jeder. Was für einen Grund sollten sie haben, uns zu folgen? Sie haben, was sie wollten.“

Also erzählte Ampferschweif die ganze Geschichte. Von der Prophezeiung, davon, dass sie zusätzliche Zeit auf dieser Erde erhalten hatte, um Blumenfeder zu trainieren und auf das Schlimmste vorzubereiten, von der Warnung, die der SternenClan ihr geschickt hatte. Nur ein wichtiges Detail ließ sie aus: Lotuswind. Sie erzählte die Geschichte so, als ob nur Blumenfeder von der Prophezeiung betroffen sei. Sie sah sie fragend an, sagte jedoch nichts. Ampferschweif war um einiges älter und weiser als sie; sie würde ihre Gründe haben.

Als die alte Kätzin geendet hatte, herrschte geschocktes Schweigen. Die Nachricht, dass der BlutClan zurückgekehrt war, verängstigte die Katzen. Blumenfeder konnte es nicht ertragen. „Wir müssen uns zum Kampf bereit machen!“, rief sie. „Wir müssen den anderen Clans Bescheid geben und uns dann eine Strategie ausdenken! Wir dürfen jetzt auf keinen Fall den Mut verlieren und aufgeben!“ Das schien zumindest einige Katzen aus ihrer Starre zu erwecken. Sie hoben die Köpfe und sahen ihr in die Augen. Rubinfalke stand sogar auf und sagte mit seiner ruhigen, tiefen Stimme: „Ich glaube, wir können es schaffen. Wir haben die prophezeite Katze; der BlutClan hat nichts.“

Zustimmendes Murmeln kam aus den Reihen der Katzen; Schwänze peitschten und Zähne wurden gebleckt. Der SonnenClan machte sich zum Kampf bereit.







Im SternenClan herrschte Aufruhr. Katzen rannten durch die Gegend, auf der Suche nach Gefährten oder Jungen, Wind peitschte die sonst so friedlichen Jagdgründe. Inmitten all dieses Tumultes konnte man Blaustern, Feuerstern, Gelbzahn, Tüpfelblatt, Sandsturm und Graustreif sehen, die sich, zusammengekauert unter einem Felsüberhang, leise unterhielten.

„Die alte Geschichte ist dabei, sich zu wiederholen! Wir müssen etwas tun!“, zischte Gelbzahn gerade aufgebracht. „Was schlägst du denn vor, Gelbzahn?“, fragte Feuerstern ruhig. „Wir müssen… wir müssen ihnen im Kampf zur Seite stehen. Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass der BlutClan wieder die Oberhand erhält. Es wäre das Ende der Clans, und ebenso das Ende des SternenClans. Wenn niemand mehr da ist, um sich an uns zu erinnern, was bleibt uns dann noch?“

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 3:22 am

Das einzigste was ich zu dieser Geschichte bis jetzt sagen kann ist: Wunderschön, grauenhaft, magisch, lebendig und bildhaft.

Ich würde mich auf das nächste Kapitel freuen.

Bee
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 3:41 am

Wie immer ein super Kapitel und ich liebe Yellowfang einfach ^^ Eine meiner lieblingscharas ^^
Also.. schön weiter schreiben und ich will weiter lesen! xD

bastii ^^
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 6:52 am

19. Kapitel

Die Mittagssonne sank bereits über den Spitzen der Berge, als die drei Katzen sich auf den Weg machten. Eine leichte Brise zauste ihre Pelze und spielte mit den Kronen der Bäume, sodass ein leichtes Rauschen den Wald um sie herum erfüllte. Vögel sangen und Eichhörnchen und Mäuse flitzten umher, durch die Welt aus abwechselndem Licht und Schatten, doch die Krieger hatten keinen Blick dafür übrig. Sie waren auf einer Mission.

Blumenfeder warf der neben ihr rennenden Kätzin einen schnellen Seitenblick zu. Es war wirklich unglaublich, was der SternenClan zu tun vermochte. Sie hatte gewusst, dass ihre Ahnen mächtig waren, doch es hatte selbst ihre Vorstellungskraft überstiegen, dass sie einer alten Kätzin, die an der Schwelle zum Tod stand, ihre Jugend und Kraft zurückgeben konnten. Doch genau das hatten sie bei Ampferschweif getan.

Ihr Pelz glänzte, die Augen blickten klar und intelligent und die Muskeln zeichneten sich kraftvoll unter ihrem Fell ab, wie bei einer jungen Katze.

Nachdem Ampferschweif und Blumenfeder dem SonnenClan von der drohenden Gefahr durch den BlutClan erzählt hatten, hatte Strahlenstern sofort kleine Patrouillen aus jeweils drei Kriegern zu den anderen Clans geschickt. Er hatte für den morgigen Halbmond eine Sonderversammlung in der Baumkuhle ausgerufen.

Die zweite Anführerin Sonnenfluss, das dritte Mitglied der Patrouille, hab warnend den Schwanz, als sie sich der Grenze zum SturmClan bis auf wenige Fuchslängen genähert hatten. Blumenfeder tränten die Augen von dem starken Geruch nach Kaninchen und Moorland. Ihr war ihr eigener Wald sehr viel lieber. Die Ohren gespitzt und jeder Sinn aufs äußerste gespannt überschritten sie die Grenze in das feindliche Territorium. Fast sofort ertönte ein wütender Schrei - "Halt, Eindringlinge!" - und Windstern, Wirbelsturm, Schnellblüte und Dachsfang sprangen hinter einem großen Ginsterbusch hervor.







Wieder einmal bluteten meine Pfoten vom langen Laufen. Zwar hatten sie sich mit der Zeit an den Asphalt in der Stadt gewöhnt, doch eine so lange Reise war selbst für meine harten Ballen zu viel. Es fühlte sich komisch an, wieder in der Nähe der Clanterritorien zu sein. Da war zwar keine Reue darüber, dass ich meine Familie verraten hatte, aber... etwas anderes, etwas, das unmöglich zu beschreiben ist. Was auch immer es war, ich schüttelte es ab. Dazu war jetzt keine Zeit.

Ich ließ den Blick über die Karawane aus Katzen schweifen. Es waren hunderte. Nicht nur der BlutClan, sondern auch Hauskätzchen, Streuner und Einzelläufer aus der Umgebung waren Lilies Ruf bis hierher gefolgt, bereit, für sie zu sterben, um ihr Verlangen nach Rache zu befriedigen. Ihres - und meines.







"Was wollt ihr?", knurrte Windstern, die Ohren angelegt und die Zähne gebleckt. Die Patrouille hatte die drei SonnenClan-Katzen umzingelt, doch noch hatten sie nicht angegriffen. "Wir müssen mit dir reden, Windstern.", sagte Ampferschweif ruhig. "Das Schicksal der Clans hängt davon ab."

Misstrauisch sah die Anführerin die Älteste an, doch sie bedeutete ihren Kriegern, zurückzutreten. "Was könnte wohl von so großer Bedeutung sein, Ampferschweif?" Ihre hohe Stimme klang kalt und ungläubig. "Windstern, und wenn das ein Hinterhalt ist?", fragte Dachsfang besorgt. "Jemand sollte nachsehen."

"Also gut - Dachsfang und Schnellblüte, ihr haltet nach weiteren SonnenClan-Kriegern Ausschau. Wirbelsturm, du bleibst hier." Gehorsam verschwanden die beiden jungen Krieger im hohen Gras.

Windstern ließ sich in einem weichen Heidekrautklumpen nieder und sah die drei SonnenClan-Katzen neugierig, aber immer noch misstrauisch an. "Ich höre, Ampferschweif.", miaute sie kalt.

Also begann die Älteste zu erzählen.







Am Ende des kleinen Wäldchens hinter den Bergen befahl Lilie, anzuhalten und das Nachtlager aufzuschlagen. Erschöpft sanken viele der Katzen sofort dort nieder, wo sie gerade standen, und begannen, ihr blutigen Pfoten zu lecken. Die meisten waren solche langen Reisen nicht gewohnt. Auch in mir verlangte alles danach, mich einfach auf den Boden fallen zu lassen und einen Mond lang zu schlafen, doch ich kämpfte gegen diesen Drang an. Ich nickte Lilie kurz zu, dann verschwand ich im Wald, um mir mein Abendessen zu jagen. Wie von selbst fiel ich zurück in mein altes Jagdverhaltensmuster. Das Gewicht auf den Oberschenkeln, den Schwanz unbewegt schlich ich auf ein ahnungsloses Eichhörnchen zu. Ein Sprung, und es zappelte hilflos in meinen Krallen. Mit einem schnellen Biss machte ich ihm den Garaus. Zufrieden schnurrte ich. Ich hatte nichts verlernt. Ich nahm das tote Eichhörnchen am Nackenfell und trug es zurück zu den anderen.



Gerade leckte ich mir die letzten Reste von meiner Beute von den Schnurrhaaren und wollte mich schon zum Schlafen zusammenrollen – meine Ballen waren wund und meine Beine bleischwer vor Müdigkeit – als Lilie an mein provisorisches Nest herantrat. „Eis, ich will mit dir reden. Sofort!“ Ich unterdrückte ein Seufzen, raffte mich mühsam auf und folgte meiner Anführerin humpelnd zu ihrem Nest. Sie machte es sich auf dem Bett aus Moos und Federn bequem, das ihr einer ihrer Speichellecker hergerichtet hatte und bot mir ebenfalls einen Sitzplatz an. Ich lehnte ab. Ich zog es vor, zu stehen.

„Was gibt es, Lilie?“, fragte ich, mit einer Spur Ungeduld in der Stimme. Ich wollte in mein Nest und endlich schlafen. „Ich will, dass du morgen früh Patrouillen von jeweils drei Kriegern einteilst, die zu den Clans gehen und sie ein wenig einschüchtern. Sie sollen sich zu den Anführern bringen lassen und ihnen sagen, dass wir ihr Territorium für uns beanspruchen.“ Ich schnaubte. „Du denkst nicht wirklich, dass das so einfach ist, oder, Lilie?“ „Natürlich erwarte ich, dass sie kämpfen werden. Diese Katzen sind stolz und ehrenhaft; aber genau das ist ihre Schwäche. Ich will, dass sie wissen, dass, wenn sie kämpfen wollen – und das werden sie – wir sie in zwei Tagen bei Sonnenuntergang in ihrer ach-so-heiligen Baumkuhle erwarten.“ Ich neigte den Kopf. „Noch etwas?“

„Ja. Sag ihnen, sie täten besser daran, einfach aufzugeben. Wir haben sie einmal besiegt und wir werden es wieder schaffen. Der SternenClan hat ihnen damals nicht geholfen und wird es auch dieses Mal nicht tun. Sie sind alleine.“

Ich nickte. „Ich werde gleich morgen früh die Patrouillen einteilen.“ Ich wandte mich zum Gehen, doch Lilie rief mich noch einmal zurück. „Ach, und noch etwas: Ich will, dass du in der Patrouille bist, die zum SchneeClan geht. Dies wird die letzte Prüfung deiner Loyalität sein; wenn du sie bestehst, mache ich dich zu meiner Stellvertreterin.“ „Und was ist mit Nacht?“ „ICH bin die Anführerin; ICH bestimme, wer meine Stellvertreterin ist. Außerdem ist Nacht alt; es wird Zeit, dass jemand sie ablöst. Jemand junges und energetisches, jemand, der es würdig ist, in meine Pfotenstapfen zu treten.“



Am nächsten Morgen erwachte ich, als die ersten Strahlen der Sonne gerade über den Horizont lugten. Gähnend streckte ich mich – und zuckte zusammen. Meine Beine schmerzten noch immer höllisch.

Mühsam rappelte ich mich auf, gewährte meinem struppigen Pelz eine kurze Wäsche und machte mich dann auf die Suche nach den Katzen, die ich für die Patrouillen wollte.

Ich fand Nacht schlafend neben Glas und Wolf. „Perfekt“, dachte ich. Genau diese drei Katzen sollten die anderen Patrouillen anführen. Unsanft weckte ich die drei. „Wartet an meinem Nest.“, knurrte ich den verschlafen wirkenden Kriegern zu. „Lilie hat eine Aufgabe für uns.“ Ohne auf eine Antwort zu warten oder den Hass in den Augen der drei zu beachten (Wolf hasste mich, weil ich eine Clankatze war, Nacht, weil sie höhergestellt war als ich und ich sie so herumkommandierte, und Glas hatte seine ganz eigenen, sicherlich stimmigen Gründe) streifte ich weiter durch die Reihen der unordentlichen Nester, auf der Suche nach den restlichen Katzen.



Als ich zu meinem Nest zurückkam, warteten dort bereits Nacht, Glas und Wolf. Im Schlepptau hatte ich noch Fuchs, ein rotbrauner Kater mit schönen, goldenen Augen, der sich sehr für mich zu interessieren schien (ich genoss diese Art von Aufmerksamkeit sehr, es war ganz anders als bei Gerölltatze), Fang, ein schwarzer Kater mit sehr langen Zähnen, Joyce, ein langhaariges, orange-weiß geflecktes Hauskätzchen, Bär, ein brauner Einzelläufer, Blume, eine schwarze Einzelläuferin mit einem weißen, blumenförmigen Fleck auf der Stirn, Fauna, ein kleines, zierliches, wunderschönes Hauskätzchen mit Augen wie Eissplitter und ihre Zwillingsschwester Flora, und zu guter Letzt Flo, ein grau getigerter Hauskater.

Ich erklärte den Versammelten, was Lilie von uns verlangte. Nachts Augen verengten sich bei meiner Ansprache immer weiter, bis sie nur noch kleine, funkelnde Schlitze waren. Ich ignorierte sie. Ich konnte sie leicht besiegen, falls sie mich angriff, und sie wusste das.

„Nacht, du gehst mit Flora und Fauna zum SturmClan. Du, Wolf, stattest mit Fang und Blume zusammen dem SonnenClan einen Besuch ab. Glas, Joyce und Bär gehen zum RegenClan und Fuchs und Flo kommen mit mir zum SchneeClan. Noch Fragen?“ Erwartungsvoll sah ich in die Runde. Keiner schien Fragen zu haben. „Gut.“, knurrte ich. „Dann lasst uns gehen.“

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 7:02 am

Wie imerm Awesome Jani-Schatz ^^

Ich freue mich aufs 20te Kapitel und hoffe es wird episch! xD

Basti
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 7:06 am

Ah Hilfe, das Grauen! Es kommt!
Bitte das nächste Kapitel xD

bee
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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 7:37 am

20. Kapitel

Die Sonne hatte ihren Zenit bereits überschritten, als ich mit meinen Kriegern das Territorium des SchneeClans betrat. Flo fröstelte kaum merklich - er war eine solche Kälte nicht gewohnt. Im viel tiefergelegenen Zweibeinerort wurde es nie so kalt, dass einer Katze die Pfoten schmerzten, wenn sie sie auf den Boden setzte. Der grau getigerte Hauskater schien aber keine Schwäche zeigen zu wollen, denn er sagte nichts. Auch Fuchs, der Eindruck bei mir schinden wollte, ließ sich keine Regung anmerken.

Mir jedoch machte die Kälte nichts aus. Mein Fell war in den Monden, die ich beim SchneeClan gelebt hatte, dicker geworden und meine Ballen unempfindlich gegen den allgegenwärtigen Frost; auch der dreimondige Aufenthalt im Zweibeinerort hatte daran nichts geändert. Außerdem war es erst der Anfang des Blattfalls - in der Blattleere würde es noch viel kälter werden, so kalt, dass selbst der Schnee zu einer harten Eisschicht gefror. Wenn Lilies Plan jedoch aufging, würde keine der Clankatzen die Blattleere erleben.

Ich winkte mit dem Schwanz und bedeutete meinen Gefährten so, mir zu folgen. Ich würde sie direkt ins Lager führen. Kopf und Schwanz hatte ich hoch erhoben, so als hätte ich jedes Recht, auf dem Territorium meines alten Clans herumzulaufen. Diamantensterns Warnung interessierte mich nicht. Ich wusste, dass das Gesetz der Krieger es verbot, Katzen zu töten, auch wenn sie feindliche Krieger auf dem eigenen Territorium waren; und die Anführerin des SchneeClans hatte sich schon immer peinlich genau an das Kriegergesetz gehalten. Dumme, naive, schwache Diamantenstern. Durch ihre Treue zum SternenClan und zum Kriegergesetz würde sie ihren Clan dem Untergang weihen. Zufrieden grinste ich. Ich wollte Rache - blutige Rache für das, was mir der SchneeClan und der SonnenClan angetan hatten.





Bergkralle war der erste, der die Ankunft der drei fremden Katzen durch den Tunnel roch. Der gesamte Clan war im Lager versammelt, um die Ernennung zweier Jungen - Falkenjunges und Habichtjunges - zu Schülern zu feiern, weswegen die Grenzen für den Moment unbewacht waren. Ein Fehler, wie sich nun herausstellte. BlutClan!, schoss es ihm durch den Kopf. Die Krieger des SonnenClans hatten nicht gelogen. Er sprang auf und wollte seine Anführerin warnen, doch die hatte die Katzen in dem Moment auch gerochen. "Eindringlinge!", knurrte sie laut. Sofort sprangen die Krieger auf und schoben die Jungen, Ältesten und Königinnen hinter sich, um sie zu beschützen. Der junge Krieger gesellte sich von seinem Platz nahe des Tunneleingangs zu ihnen, um die Ankunft der fremden Katzen zu erwarten.

Seine düsteren Vorahnungen wurden bestätigt, als drei zottige, magere, dennoch muskulöse Katzen selbstbewusst das Lager betraten. Die vordere, eine goldene Kätzin mit zerrupftem Pelz, kam ihm bekannt vor, doch er konnte sie nicht einordnen. Wie sollte er auch Katzen vom BlutClan kennen? Er war kein Verräter! Als er ihr jedoch in die beeindruckenden grünen Augen sah, und ihren Geruch tief einsog, erkannte er sie mit einem Schlag. Lotuswind! Nein, dachte er, diese Katze hat keinen vom SternenClan gesegneten Namen mehr. Doch wie sollte er sie sonst nennen?

Entsetztes Miauen um ihn herum sagte ihm, dass auch andere die ehemalige SchneeClan-Kriegerin erkannt hatten. Die beiden Kätzinnen Morgentau und Glanzeis fauchten hasserfüllt, während der zweite Anführer Splittereis sich schützend vor seine Gefährtin Frostspiegel stellte, die ihn verärgert beiseiteschob. Der weise, alte Kater Winterfell spitzte interessiert die Ohren, doch auch er hatte seine Krallen kampfbereit ausgefahren. Bergkralles Bruder Adlerherz, der neue Heiler des SchneeClans, schob sich nach hinten, um den Kriegern nicht den Weg zu versperren. In seinen Augen lag das selbe Entsetzen, das Bergkralle spürte. Dann fiel sein Blick auf Gerölltatze. In den Augen des gefleckten Katers brannten Unglauben und Schmerz, aber auch eine Wut, die Bergkralle zurückschrecken ließ. Er sah dabei zu, wie Gerölltatze sich seinen Weg durch die Menge der Katzen nach vorne bahnte, zusammen mit Diamantenstern, die ihn ansah, aber nichts dagegen unternahm.

Die drei BlutClan-Katzen hatten sich das Spektakel mit ausdruckslosen Mienen angesehen. Als jedoch Diamantenstern zusammen mit Gerölltatze und Splittereis vor ihnen stand, traten auch die beiden Kater, die Lotuswind begleiteten, an ihre Seite. Einer der beiden, ein rotbrauner Kater mit goldenen Augen, presste sich dicht an sie und verschlang seinen Schwanz mit ihrem. Lotuswind ließ es geschehen, ohne ihn anzusehen. Bergkralle sah in Gerölltatzes Augen, wie etwas in ihm zerbrach. Er erwartete, dass der gefleckte Kater sich umdrehen und davonrennen würde, doch der blieb, wo er war. Nur seine spitzen, langen Krallen schoben sich aus ihrer Hülle.

Bergkralle konnte die Anspannung in der Höhle fast schmecken. Er wusste, dass jederzeit ein Kampf losbrechen konnte, wenn die BlutClan-Katzen auch nur einen falschen Schritt machten. Insgeheim wünschte er, sie würden es tun. Es wäre ihm nur zu recht, diese brutalen, herzlosen Katzen in Fetzen zu reißen. Doch diese Freude wurde ihm nicht gegönnt. Lotuswind neigte kühl das Haupt vor Diamantenstern, die sie mit ebenso kühler Stimme ansprach. "Wir wurden gewarnt, dass ihr kommen würdet, und hier seid ihr also. Nur dich, Verräterin, hätte ich nicht erwartet." Bergkralle bemerkte, dass seine Anführerin Lotuswind nicht beim Namen nannte, da sie ihr diesen selbst genommen hatte, als sie sie in die Verbannung geschickt hatte, und nun nicht wusste, wie sie sie ansprechen sollte. Auch die goldenen Kätzin schien das zu bemerken, denn sie antwortete: "Man nennt mich jetzt Eis. Wenn es dir beliebt, darfst du mich aber auch gerne Verräterin nennen." Ihre Stimme klang gelangweilt. Bergkralle erschrak über die Kälte und Gleichgültigkeit, die die Wärme und Fröhlichkeit aus ihrem Miauen vertrieben hatten. Am meisten ängstigte ihn aber das rote Leuchten ihrer Augen, das das Grün schon fast überdeckt hatte.

"Eis, also. Wie du willst. Und was tut ihr hier? Ich dachte, ich hätte dir deutlich gemacht, dass du auf unserem Territorium nicht länger willkommen bist." Diamantensterns Kopf war stolz erhoben, doch sie wirkte nicht feindselig. Auch ihr schien nicht viel an einem Kampf zu liegen, den ihre Krieger zwar mühelos gewinnen, gewiss aber nicht ohne einige Verletzungen überstehen würden.

"Lilie, die neue Anführerin des BlutClans und Enkelin von Geißel, schickt uns. Sie hat eine Botschaft für euch, die euch sicher nicht gefallen wird." Eis lächelte kalt.

"Nun, was mag das für eine Nachricht sein?" Diamantenstern tat ahnungslos. Natürlich wusste der gesamte Clan, dass der BlutClan wieder einmal ihr Territorium für sich beanspruchte, die SonnenClan-Katzen hatten es ihnen erklärt. Doch es schien sicherer, den BlutClan-Kriegern nicht zu zeigen, was sie wussten.

"Der BlutClan beansprucht eure Territorien für sich. Unser Clan ist groß geworden und der Zweibeinerort kann uns nicht mehr ernähren…" - "Der Zweibeinerort?", unterbrach Splittereis sie. "Warum lebt ihr wieder im Zweibeinerort? War der Wald, den ihr unseren Vorfahren geraubt habt, etwas nicht gut genug?" Der große, hellgraue Kater bleckte die Zähne und fuhr die Krallen seiner mächtigen Pfoten aus.

"Schon wenige Monde, nachdem unsere Ahnen den Wald verlassen hatten, fielen Zweibeiner in das Territorium rund um den Fluss ein. Sie zerstörten alles, um einen weiteren großen Donnerweg zu bauen und der BlutClan musste verschwinden. Sie fanden in einem Zweibeinerort nicht weit von hier Zuflucht - und nun reicht der nicht mehr aus. Also fordern wir eure Territorien ein." Auch jetzt zeigten Eis' Augen keinerlei Gefühlsregung.

"Doch warum ausgerechnet unsere Territorien?", sann Diamantenstern. "Dafür gibt es doch sicher einen Grund, nicht wahr?"

Die Goldene nickte und bleckte die Zähne. "Rache.", sagte sie. "Als ich noch neu im BlutClan war, erzählte unsere Anführerin Lilie mir eine Geschichte. Als die Clans noch jung waren, wurden vier Katzen ausgeschickt, um Geißel, den edlen Anführer des BlutClans, zu töten. Es gelang ihnen, aber nur, weil sie sich feige anschlichen und ihn hinterrücks töteten. Diese Blutschuld fordert mein Clan jetzt ein." Eis wartete einen Moment, bevor sie weitersprach, um ihre Worte wirken zu lassen. Die meisten hatten davon nichts gewusst. Nur Staubflocke, die älteste Kätzin des Clans, nickte mit zusammengekniffenen Augen.

"Wir wissen, dass ihr werdet kämpfen wollen. Deshalb fordern wir euch heraus: ihr habt Zeit bis zum morgigen Sonnenuntergang, um eure Heimat zu verlassen. Tut ihr dies nicht, wird der BlutClan in der Baumkuhle auf euch warten, um zu kämpfen."

Jetzt gab es kein Halten mehr. Die Katzen des SchneeClans, die sich die ganze Zeit mühsam zurückgehalten hatten, heulten wütend auf. "Verräterin!", zischte Morgentau, Eis' ehemalige Mentorin. "Der SternenClan wird uns beistehen!", heulte Klarwind.

Bei diesen Worten wurde Eis' Grinsen noch breiter. "Der SternenClan?", rief sie lachend. "Der SternenClan wird euch nicht helfen, so wie er auch unseren Ahnen nicht geholfen hat. Ihr seid ihnen egal, habt ihr das noch immer nicht verstanden? Wir werden euch zerquetschen wie ein Insekt, so wie die alten Clans, und der SternenClan wir nichts dagegen tun!" Das wirkte. Der Clan verstummte verunsichert.

Diamantenstern sah Eis fest in die Augen. "Und du? Warum tust du das alles? Warum wendest du dich gegen deinen GeburtsClan und den Clan, der dich aufgezogen hat? Was springt für dich dabei heraus?", fragte sie.

Nun kam zum ersten Mal Regung in Eis' kalte, grünrote Augen. Sie blitzten so hasserfüllt auf, dass Bergkralle meinte, sie müssten ein Loch durch Diamantenstern hindurchbrennen. "Rache", erwiderte sie in einem honigsüßen Tonfall, der nicht zu dem Ausdruck ihrer Augen passte. "Der SonnenClan hat mich verstoßen, weil ich zu schwach war. Der SchneeClan hat mich verstoßen, weil sie mir ein Verbrechen angelastet haben, das ich nicht begangen habe, und mir nicht einmal die Chance gegeben haben, mich zu erklären und nicht einmal versucht haben, mir zu glauben. Nun ist mir egal, was mit diesen Katzen passiert. Ich bin nur noch dem BlutClan treu."

Sofort wurde Eis' Miene wieder ausdruckslos; keine Spur der hasserfüllten Leidenschaft war mehr darin zu erkennen. "Ihr habt unsere Warnung erhalten. Morgen bei Sonnenuntergang wird der BlutClan an der Baumkuhle sein, bereit zum Kampf. Es liegt an euch, ob ihr das gleiche Schicksal erfahren wollt wie unsere Ahnen, oder ob ihr geht und euch einen neuen Platz zum Leben sucht." Mit diesen Worten kehrten die drei BlutClan-Katzen um und verließen das Lager ohne einen Blick zurück. Gerölltatze sah Eis mit einem Ausdruck so unendlicher Trauer nach, dass Bergkralles Herz vor Mitleid weinte. Doch als er sah, wie Gerölltatze sich straffte, verscheuchte auch er die Gedanken an seine verlorene Freundin. Es gab jetzt wichtigeres - Lotuswind konnte nicht mehr geholfen werden.

Kaum hatten die feindlichen Krieger das Lager verlassen, fingen die Katzen des Clans an, durcheinander zu jaulen. "Wir müssen kämpfen!" - "Wir können sie nicht gewinnen lassen!" - "Der SternenClan wird uns diesmal helfen!" - "Wir werden alle sterben, wenn wir uns ihnen entgegenstellen!" - "Wir sind verloren!"

"Ruhe!", rief Diamantenstern. Nach und nach verstummte der Clan. "Ich muss das mit meinen älteren Kriegern besprechen; danach werde ich zu den anderen Clans gehen und mich mit den Anführern beraten. Seid beruhigt, meine Freunde.", fügte die junge Anführerin noch hinzu. "Wir werden nicht so einfach aufgeben. Der SternenClan wird uns vielleicht nicht helfen, doch wir haben starke, treue Krieger, und die anderen Clans ebenso. Wenn wir uns zusammenschließen können wir siegen." Mit diesen Worten verschwand sie in Richtung Glitzerfelsen, wo ihr Bau war. Winterfell, Splittereis, Glanzeis, Adlerherz und Eishauch folgten ihr.

Bergkralle rollte sich im Bau der Krieger zusammen und dachte über das nach, was Lotuswind - Eis - gesagt hatte: dass sie Flockentanz nicht getötet hatte. Die SonnenClan-Katzen hatten ihnen gesagt, dass der BlutClan einen Mörder geschickt hatte, der die Heiler töten sollte - aber wer wusste schon, ob sich Lotuswind nicht damals bereits zu den kriegerischen Katzen hingezogen gefühlt hatte, und diesen Auftrag für sie übernommen hatte? Allerdings wollte er dies nicht glauben. Es passte einfach nicht zu ihr.







Der Mond ging bereits unter, als Diamantenstern und Winterfell zurück ins Lager kamen. Die Anführerin sah erschöpft aus, dennoch erklomm sie den Glitzerfelsen ohne Schwierigkeiten. "Katzen des SchneeClans!", jaulte sie. "Ich habe mich mit den anderen Anführern beraten, und wir sind zu einer Entscheidung gelangt! Die vier Clans werden sich zusammenschließen und kämpfen, bis der BlutClan besiegt ist oder jeder einzelne von uns bei unseren Ahnen weilt! Wir vertrauen darauf, dass der SternenClan uns diesmal nicht im Stich lässt. Wir werden uns also morgen bei Sonnenuntergang an der Baumkuhle einfinden - seid dafür bereit!"

Diamantenstern Ansage traf auf begeistertes Jaulen. Nur Gerölltatze schaute entsetzt bei dem Gedanken, gegen die Katze, die er geliebt hatte, zu kämpfen. Auch Bergkralle beschlichen leise Zweifel. Er würde sein Leben für den Clan lassen, wenn es nötig sein sollte - aber war dies genug? Oder führten die Anführer sie in den sicheren Untergang?

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Lionheart

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Mo Apr 01, 2013 7:53 am

Mal wieder goil und ich hab keine Ahnung was ich jetzt noch schreiben soll außer: Super! xD

Basti^^
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Oakfeather

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Di Apr 02, 2013 1:56 am

21. Kapitel

Die Sonne hing schon tief über dem Moorland des SturmClans, ein blutroter, glühender Feuerball, der die Baumkuhle in tiefgoldenes Licht tauchte. Der Schatten der großen Buche, von der die Anführer bei großen Versammlungen sprachen, zog sich lang über die gesamte Lichtung und erstreckte sich bis zu meinen Pfotenspitzen.
Die Krieger des BlutClans standen in Reih und Glied in Erwartung der kommenden Schlacht. Niemand rührte auch nur einen Muskel; nur der Wind bewegte die Haare in den zerrupften Pelzen der Katzen. Ich stand in der ersten Reihe, neben Lilie, die, Kopf und Schwanz arrogant erhoben und die Augen funkelnd und hart wie Eissplitter, die Ankunft der Clans erwartete. Nacht zu ihrer Linken fuhr ungeduldig die Krallen ein und aus; ihr Schwanzspitze zuckte nervös.
Ich selbst war ruhig wie Stein. Mein Fell war geputzt und schimmerte wie eine Flamme im Licht der untergehenden Sonne; meine Augen glühten rot, die grüne Iris fast vollkommen bedeckt. Auf den Spitzen meiner scharfen, ausgefahrenen Krallen brach sich das Licht.
Aus dem Augenwinkel nahm ich eine Bewegung zu meiner Rechten wahr. Ich wirbelte herum, doch es war nur Fuchs, der sich von seinem Platz schräg rechts hinter mir gelöst hatte und neben mich getreten war. Er trat nervös von einer Pfote auf die andere, den Blick gesenkt, doch ich konnte sehen, dass es nichts mit der bevorstehenden Schlacht zu tun hatte.
„Geh zurück auf deinen Platz, Fuchs.“, wies ich ihn kalt an. Disziplinlosigkeit war jetzt das letzte, was wir gebrauchen konnten. Fuchs jedoch rührte sich nicht. „Hast du nicht gehört, du dummer Kater? Du sollst zurück auf deinen Platz gehen! Mach schon!“ Als ich von meiner Mission beim SchneeClan zurückgekommen war, hatte Lilie mich wie versprochen zu ihrer Stellvertreterin gemacht; ich strahlte nun eine neue Autorität aus, die Fuchs einzuschüchtern schien. Er duckte sich und legte die Ohren an, sah mir aber von unten in die roten Augen. „Ich – ich wollte dir noch etwas sagen, Eis. Es ist wichtig. Ich könnte heute sterben und naja… ich möchte nicht gehen, ohne dir das gesagt zu haben.“ Seine Stimme klang verschüchtert und unsicher. Ich seufzte. „Also, sprich.“, sagte ich gelangweilt. Fuchs sah sich um und zögerte, als ob es ihm nicht recht wäre, dass alle Katzen der Kampftruppe mithören konnten. Ich hob eine Augenbraue. Ich hatte keine Zeit für solche Spielchen. Fuchs sah es und beeilte sich, das Wort an mich zu richten: „Schon als du zuerst zu uns gekommen bist, hast du mich fasziniert. Deine Anmut, deine Stärke, deine Unnahbarkeit – es zog mich an, wie der Honig die Bienen. Du bist so wunderschön, so perfekt –“, er brach ab, verlegen, dass er seine Gefühle so offengelegt und Schwäche gezeigt hatte. Ich runzelte die Stirn, tat so, als ob ich nicht verstehen würde. „Und was willst du mir damit sagen, Fuchs?“
„Sei meine Gefährtin, Eis!“, platze er heraus – und ich brach in schallendes, kaltes Gelächter aus. „Das wird nie passieren, Fuchs. Was sollte ich mit einem wie dir?“, fragte ich, die Stimme eiskalt und schneidend. Die anderen Katzen ringsum fingen an zu kichern. „Was soll ich mit einem Gefährten? Liebe ist Schwäche. Es mag notwendig sein, neue Krieger auf die Welt zu bringen, doch das werden andere Kätzinnen tun. Ich werde mich niemals, niemals an kleine, heulende, hilflose Jungen ketten.“ ich wandte den Kopf ab. „Geh zurück auf deinen Posten, Krieger. Und wage es nicht noch einmal, ihn zu verlassen, oder du lernst deine Stellvertreterin kennen!“
Mit gesenktem Kopf und gebrochenem Blick trollte sich Fuchs. Ich empfand keinerlei Mitgefühl oder Scham ihm gegenüber. Ja, ich hatte ihm Hoffnungen gemacht und ja, ich hatte mit seinen Gefühlen gespielt, doch war das mein Problem? Ich würde niemals wieder lieben.
Ich richtete den Blick wieder nach Norden, wo eine dunkle Linie aufgetaucht war. Neben mir hörte ich Lilie leise kichern. „Sie sind also gekommen.“
Ich lächelte kalt. „Es beginnt.“



Blumenfeder hatte Angst. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so große Angst gehabt wie jetzt. Sie kannte die Geschichten über die Grausamkeit und die Blutrünstigkeit des BlutClans, doch es waren nur Geschichten und sie konnten keinen wirklichen Eindruck von der Wirklichkeit verschaffen. Die Wirklichkeit war tausendmal schlimmer.
Sie rannte neben ihrem Vater und den anderen Anführern an der Spitze der Clans, ein Platz, den sie bekommen hatte, weil sie die prophezeite Katze war. Ihr wäre es lieber gewesen, mit ihren Clankameraden und ihrem Gefährten zusammen auf die Schlacht zu warten.
Als die Clans den Rand der Baumkuhle erreicht hatten, blieben die Anführer stehen und drehten sich zu ihren Katzen um. „Katzen aller Clans!“, rief Diamantenstern, die wohl redegewandteste der vier. „Dies ist ein schwarzer Tag für uns. Wir haben alle gehofft, nie erleben zu müssen, wie unsere Jungen und Eltern gegen die Bedrohung kämpfen müssen, die schon einmal beinahe unsere Vorfahren ausgelöscht hat. Wir haben gehofft, dass der BlutClan im alten Wald seine Ruhe gefunden hat und sich damit zufriedengegeben hat. Wir haben gehofft, dass diese Bedrohung endgültig vorrüber sei, als unsere Vorfahren Krieger aussendeten, die Geißel töteten. Unsere Hoffnungen wurden enttäuscht. Doch diesmal wird der SternenClan uns beistehen. Diesmal sind wir stärker und besser vorbereitet als unsere Vorfahren damals. Wir werden nicht erneut den Fehler machen, sie zu unterschätzen. Diesmal werden sie uns nicht zerquetschen wie lästige Insekten! Ihr seid alle starke Krieger und ich weiß, dass jeder von euch seinen Clan mit seinem Leben beschützen würde.“ Zustimmendes Geheul kam aus den Reihen der Katzen. „Also kämpft heute, als ob ihr alle aus einem Clan kommen würdet! Denkt an die Zukunft unserer Jungen und Ältesten, die zurückgeblieben sind und euer Heimkommen sehnlich erwarten! Wir alle haben die gleichen Wurzeln, und wir sind stolz darauf, sie zu verteidigen!“ Gegen Ende wurde ihre Stimme immer lauter, bis sie die letzten Worte heraus heulte. Die umstehenden Krieger brachen in lautes Kriegsgeschrei aus und stürzten sich den kleinen Abhang hinunter in die Baumkuhle, die Anführer und Blumenfeder voraus. Sie sah nicht ihre Schwester in der ersten Reihe der feindlichen Katzen stehen, sie sah nur die schiere Überzahl der BlutClan – Katzen. Dann überschwemmte sie eine Welle aus Blut, Schreien und dem Geräusch von zerreißendem Fleisch.



Die erste Clankatze, die versuchte, sich auf mich zu stürzen, war ausgerechnet Kirschfeder, meine alte Feindin. Sie sprang mich an und ich schlitzte ihr noch im Flug die Kehle auf. Sie landete schwer auf dem Boden und das Blut, dass aus ihrer Kehle schoss, füllte mein Denken mit dem bekannten roten Nebel, dem Blutrausch, in den ich immer verfiel, wenn ich tötete. Und meine Augen wurden wieder ein Stück röter.
Ich wirbelte herum und suchte mir mein nächstes Opfer. Ich hatte Lust, zu spielen. Da, zwei kleine Schüler aus dem RegenClan fielen über Nacht her. Ich packte einen am Nackenfell, zog ihn von ihr herunter und ließ ihn vor mir auf den Boden plumpsen. Der Kleine blutete schon aus einigen Wunden, doch er duckte sich tapfer vor mir, knurrte und sprang mich an. Ich huschte unter seinen ausgestreckten Pfoten hindurch und wirbelte schnell wie der Blitz herum, mit peitschendem Schwanz. Ich sah Angst in den Augen des kleinen Katers aufblitzen. Ich war schneller und stärker als er, und er wusste das. Dennoch versuchte er es weiter. Dummes Junges. Diesmal griff ich an. Meine Pfote zuckte vor und schlitzte ihm die Schulter auf, einen Herzschlag später war ich auf seinem Rücken und bearbeitete sein weiches Fell mit meinen Hinterkrallen. Er schrie auf vor Qual und ich genoss es. Ich wusste, dass ich ihn jederzeit töten könnte, wenn ich das wollte.
Aber da stand auf einmal Lilie vor mir. Ihr Pelz war blutbefleckt und zerrissen, doch ihre Augen glänzten noch immer stark und arrogant. „Eis, hör auf zu spielen! Das hier ist ernst!“
Ich zuckte gelangweilt die Schultern und biss dem heulenden Häufchen Elend die Kehle durch. Da hörte ich einen Schrei. „Pfauenpfote! NEIN!“ Eine graue Kätzin mit dunkleren Streifen – Schilfgras hieß sie – stürzte sich auf mich und stieß mich von ihrem Jungen hinunter. Dann begann sie, in wilder, blinder Wut auf mich einzuschlagen. Ihre scharfen Krallen bohrten sich in meine Seite und in mein Gesicht, schlitzten mir die Wange auf und hinterließen ihre Spuren in meiner Flanke. Die Wut einer Mutter, der gerade ein Junges genommen worden war. Schmerz schoss durch mich hindurch, doch es dauerte nicht lange, bis ich meine Überraschung überwunden hatte. Ich bäumte mich auf und stieß Schilfgras von mir herunter, dann sprang ich auf ihren Rücken und biss in ihr Nackenfell. Doch dies war eine Kriegerin, keine schwächliche Schülerin, und eine gute noch dazu. Sie rollte sich herum, sodass sie mich unter sich begrub, riss sich dann los, sprang wieder auf die Pfoten und sprang mich dann sofort wieder an. Ich konnte gerade noch so ihrem zuschnappenden Kiefer an meiner Kehle ausweichen. Ich grinste. Endlich eine Herausforderung.
Blitzschnell stieß ihre Pfote nach vorne und fügte mir einen langen Riss über dem Auge zu, den ich nicht hätte vermeiden können. Dann stellte sie sich auf die Hinterbeine, sodass sie über mir aufragte und bearbeitete mich mit beiden Vorderpfoten. Ich wich zurück. Diese Kätzin war gut.
Da kam auf einmal Fuchs angerannt und sprang sie von der Seite an. Sie verlor die Balance und landete hart auf der Seite. Ich fauchte. Glaubte dieser Kater, er müsse mich retten? Na schön, soll er sich mit ihr rumschlagen., entschied ich und huschte davon.



Geschockt sah Blumenfeder, wie ihre Schwester unter den Clankatzen wütete. Die kleine, früher so sanfte Kätzin tötete ohne mit der Wimper zu zucken. Doch was ihr am meisten Angst machte, waren die rotglühenden Augen. Waren sie ein Teil der Prophezeiung?



Gelbzahn fauchte. „Wir müssen eingreifen! Wir können nicht das selbe noch einmal passieren lassen! Wir können sie nicht wieder alle sterben lassen! Feuerstern, du weiß, wovon ich rede!“ Der flammenfarbene Kater nickte düster. „Ich stimme dir zu, Gelbzahn. Wenn Lotuswinds‘ Augen vollständig rot sind, sind die Clans dem Untergang geweiht. Wir alle haben gesehen, was kommen wird. Wir müssen eingreifen.“



Ich wirbelte auf dem Schlachtfeld herum wie eine Naturgewalt. Ich tötete mehr Katzen, als ich zählen konnte, unter ihnen Sonnenfluss, Morgentau, Rubinfalke, Vanilleblüte und Glanzeis. Der rote Nebel wurde immer dichter und meine Augen immer röter. Nur ein winziger Hauch, eine Ahnung von grün, war von meiner ursprünglichen Augenfarbe noch zu erkennen. Und da war ich nun, gefangen in einem Nebel aus Blut, mitleidlos tötend, als sich ein hellgrauer Kater mit weißen Flecken mir in den Weg warf. Ich erkannte ihn sofort. Gerölltatze.
Sein schöner Pelz war zerrissen und blutig, ein Ohr eingerissen. Doch seine Augen funkelten noch immer mit derselben Entschlossenheit und Stärke. „Hör auf, Lotuswind!“, sagte er leise. Ich setzte mich auf den blutgetränkten Boden, mitten im Schlachtgetümmel und sah ihn belustigt an. „Ich heiße Eis.“, erinnerte ich ihn kalt lächelnd. Er schüttelte nur langsam den Kopf, die Augen gebrochen und von unendlicher Trauer erfüllt. „Nein, du bist Lotuswind, meine Gefährtin. Die Kätzin, die ich liebe, und die mich liebt. Ich flehe dich an, komm zurück, wo auch immer du bist.“
Mein Lachen klirrte wie Glas. „Du dummer Kater. Das ist, was ihr aus mir gemacht habt. Es gibt für mich nichts mehr, was mich an euch bindet.“ Ich erhob mich. „Ich empfinde nichts für dich. Rein gar nichts.“ Und dann sprang ich. Er wehrte sich nicht, sah mich nur aus tieftraurigen Augen an. Und als ich über ihm war und meine Krallen sich langsam und genüsslich in seine Kehle bohrten, das Blut scharlachrot heraus floss, rollte ihm eine einzelne, silberne Träne über die Wange.

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BeitragThema: Re: Neuanfang - goldene Prophezeiung   Di Apr 02, 2013 3:57 am

Ich habe es nicht gewagt das 21. kapitel durch zu lesen, das einzigste was ich ihm entnommen habe ließ mir Tränen in die Augen steigen.
Ich möchte trotzdem das nächste Kapitel.

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